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Neue Lernorte für die Ausbildung Innovative Betriebe schließen sich daher zu Ausbildungsnetzwerken zusammen, die gemeinsam die Anforderungen eines Profils abdecken können. In den Niederlanden übernehmen diese Funktion spezielle Verbände, welche die Lehrlinge in die jeweiligen Betriebe vermitteln. Interessant sind auch die Bouwteams, eine alternative Organisationsform zur Abwicklung von Bauprojekten in den Niederlanden: Anstatt der üblichen Baubesprechungen, deren Ziel lediglich die organisatorische Abstimmung ist, geht es bei den Bouwteams um das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen - mit den Handwerkern. Dies führt zu höherer Identifikation mit dem Projekt, zu qualitativ besseren Lösungen und qualitativ besserer Arbeit. Gleichzeitig lernt jedes Bouwteam-Mitglied neue Ansätze kennen, die es ins nächste Bouwteam mitnimmt. Auf diese Art und Weise steigern Bouwteams nicht nur die Qualität von Projekten, sie wirken als Multiplikatoren für Know-how. Die Öffnung der Lehrbauhöfe für andere Gewerke zielt in eine ähnliche Richtung. Im deutschsprachigen Raum gibt es Lehrbauhöfe derzeit nur für das Maurerhandwerk. Ausbildende Firmen, die wissen, dass sie einen Teil des Berufprofils nicht abdecken, können ihre Lehrlinge dieses Spektum im Lehrbauhof lernen lassen. Lehrbauhöfe sind somit Orte, an denen gebündelte Kompetenz für die Aus- und Weiterbildung im Mauererhandwerk vorhanden ist. Vorgeschlagen wird nun, Lehrbauhöfe auch für andere Branchen zu öffnen, zum einen, um auch die dort bestehenden betrieblichen Ausbildungsdefizite zu beheben und zum anderen, um die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Branchen in der Weiterbildung zu fördern.
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