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Sanierung als Marktsektor
Der Gebäudebereich ist einer der Hauptverursacher von Materialströmen und bewirkt je nach den klimatischen Bedingungen einen maßgeblichen Anteil am Endenergieverbrauch einer Volkswirtschaft.

Sanierungsmaßnahmen dienen nicht nur der Instandhaltung und Werterhaltung von Gebäuden, bei entsprechender Umsetzung innovativer Maßnahmen können sie auch die Umweltbelastungen des Gebäudebestands reduzieren. In diesem Fall sprechen wir von einer "ökologischen Sanierung".

Das Problembewußtsein und die praktische Umsetzung ökologischer Sanierungen ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich. In Europa ist ein hier starkes Gefälle festzustellen.
Während in den Niederlanden bereits Programme zur Förderung ökologischer Sanierung existieren, sind solche in Österreich erst im Entstehen. Hier wurde - und wird teilweise noch immer - die energetische Sanierung zur Einsparung von Heizenergie (Wärmedämmung, im besten Fall umweltverträglicher Dämmstoff kombiniert mit einem Heizungstausch, der zusätzlich CO2 einspart) mit einer ökologischen Sanierung gleichgesetzt.

In Spanien dagegen ist ökologisches Bauen gerade einmal im Neubau ein Thema und auch hier mehr im Einfamilienhausbereich als im mehrgeschossigen Wohnbau. Das Bewusstsein für ökologische Sanierung muss erst geweckt werden.

In Ungarn - und das dürfte stellvertretend für die Länder in Osteuropa gelten - bereitet schon die technische Instandhaltung große Probleme. An eine Sanierung, die mehr abdeckt als technisch unbedingt erforderlich, ist nicht zu denken.

Die Bedeutung der Sanierung hängt vom Gebäudebestand des Landes ab
Die unterschiedliche Bedeutung der Sanierung in den einzelnen Ländern kann aber nicht nur mit der wirtschaftlichen Lage und einem mehr oder weniger vorhandenen Umweltbewusstsein erklärt werden. Eine Ursache ist auch im differierenden Neubauvolumen zu suchen. Während in den Niederlanden, Finnland und Österreich der Neubau zurückgeht und der Anteil der Sanierungen am Auftragsvolumen steigt, gewinnt dieser Sektor an arbeitsmarktpolitischer und wirtschaftlicher Bedeutung. In Spanien ist die Abnahme des Neubauvolumens nicht so drastisch und in Ungarn überhaupt nicht der Fall. Damit liegt in diesen Ländern kein Grund vor, sich auf den Sanierungssektor zu konzentrieren. Außer es kommen weitere Faktoren hinzu. In Spanien sind z.B. bebaubare Liegenschaften knapp und man sieht die Notwendigkeit, das Erscheinungsbild der Städte zu bewahren. So sind im Laufe der letzten Jahre hat die Anzahl der Sanierungsvorhaben in Spanien gestiegen. Die öffentliche Hand unterstützt diesen Trend durch Sanierungssubventionen.

Marktfaktor Sanierung
Sanierungs-Know-How wird vor dem Hintergrund steigender Sanierungsmaßnahmen immer wichtiger.

Derzeit stellt die Althaussanierung für die Mehrzahl der Handwerksbetriebe eines von mehren Arbeitsfeldern dar. In Österreich haben sich erst einige Handwerksbetriebe in ihrem Tätigkeitsbereich auf Sanierungsarbeiten spezialisiert. In den Niederlanden gibt es bereits spezialisierte Sanierungs-Betriebe. In Spanien ist man sich bewusst, dass Sanierung ein Zukunftsmarkt sein könnte, aktuell ist die Sanierung jedoch ein unbedeutender Faktor. In Finnland und Norwegen sind etwa 50% aller Bauprojekte Sanierungsprojekte. In allen drei Ländern wird erwartet, dass der Anteil der Gebäudesanierung weiterhin ansteigt. Eine Befragung unter Arbeitgebern in Estland ergab, dass in Zukunft vor allem qualifizierte Maurer und Zimmerleute gefragt sind. In Ungarn ist die Sanierung derzeit allerdings noch kein Thema, da hier das Neubauvolumen die Bedeutung der Sanierung übertrifft.

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Was ist ökologische Sanierung

Spezielles Know How für Handwerker im Sanierungssektor

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