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Spezielles Know How für die Althaussanierung Der grundlegende Unterschied zum Neubau besteht bei einer Sanierung darin, dass ein (meist schlecht dokumentiertes) Gebäude vorhanden ist, das modernisiert bzw. saniert werden soll. Aus ökologischen und nutzerspezifischen Gesichtspunkten ist es angezeigt, die Sanierung dazu zu nützen, unter den gegebenen Umständen die größtmögliche Verbesserung zu erreichen: nicht nur die Fassade bestmöglich sanieren, sondern auch gleichzeitig dämmen, um Energie und Emissionen zu sparen; nicht nur das Dach bestmöglich sanieren, sondern gleichzeitig Sonnenergieanlage für die Warmwasserbereitung installieren, um Energie und Emissionen zu sparen. Die üblicherweise durchgeführten Sanierungsmaßnahmen sind in allen Ländern ähnlich, nämlich Fassadeninstandhaltung und -isolierung, Instandhaltung und Isolierung von Dächern, Reparieren oder Tauschen von Heiz- und Klimasystemen, Reparieren oder Tauschen von Fenstern, Bodenbelägen, Sanitärinstallationen und elektrischen Leitungen. Die dafür angewendeten Techniken und Materialien unterscheiden sich in den einzelnen Ländern in Abhängigkeit der klimatischen Bedingungen und lokalen Belastungsniveaus. Nachdem häufig Schadensfälle der Anlass für eine Sanierung sind, sind die jeweiligen Handwerker direkte Ansprechpartner des Auftraggebers und übernehmen in diesen Fällen eine beratende Funktion. Zentral ist daher, dass die Handwerker in ihrem eigenen Kompetenzbereich am neusten Stand sind und zusätzlich über ein Schnittstellenwissen mit den anderen beteiligten Gewerken verfügen, um den Auftraggeber auch auf Verbesserungspotentiale hinweisen zu können, die im Kompetenzbereich eines anderen Gewerks liegen. Die Fähigkeiten, die dafür erforderlich sind, werden in der Aus- und Weiterbildung aber kaum vermittelt. Die Ausbildung ist überwiegend auf den Neubau ausgerichtet, selten gibt es sanierungsspezifische Bildungsmodule, noch seltener Inhalte, die auf ökologische Aspekte bezug nehmen. Die Niederlande nehmen eine Sonderstellung ein und können in vielen Bereichen als Vorbild wirken. Ein allgemeines Problem ist in allen untersuchten Ländern, dass der Gebäudesektor offenbar ein Sammelbecken schlecht qualifizierter Arbeitskräfte zu sein scheint. Dies ist nicht mit den unterschiedlichen Bildungssystemen zu erklären, sondern mit dem schlechten Image der Berufe, das einen Teufelskreislauf in Gang setzt. Eine skurrile Situation angesichts der Bedeutung, die hochwertige handwerkliche Arbeit für jeden einzelnen hat; denn in Europa wohnt und arbeitet die Mehrheit in Gebäuden. |
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