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Glossar |
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Aus ökologischer Sicht - das heißt: Verminderung des Energieverbrauchs durch Dämmung, Verminderung des CO2-Ausstosses durch Nutzung von Sonnenenergie und Holz, Verwendung umweltverträglicher Materialien für Dämmung, Reparaturmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen. Emissionen: Bei der Verbrennung von Energieträgern entstehen Schadstoffe sowie das nicht den Schadstoffen zugerechnete H20 und CO2; alle diese Stoffe gelangen als Bestandteile des Ab- oder Rauchgases in die Atmosphäre. Die wichtigsten Schadstoffe im Abgas sind: CO (Kohlenmonoxyd), NOx (Stickoxyde), N2O (Distickstoffoxyd), SOx (Schwefeloxyde), Staub (= Feststoffpartikel), Ruß (= unverbrannter fast reiner Kohlenstoff), CxHy (Kohlenwasserstoffe). Bei der Verbrennung von Abfällen, die Chlor enthalten (z.B. PVC) können aromatische Kohlenwasserstoffe auftreten (PAK, PCDD, PCDF), die z.T. extrem toxisch, krebserregend und mutagen (= die Erbanlagen beeinflussend) sind. Endenergie: Die Endenergie der Raumwärmebereitstellung ist gleich dem Heizenergiebedarf, d.h. dem Brennstoffheizwert und ist damit um jene Energiemenge größer als die Nutzenergie, die bei der Energieumwandlung in der Wärmebereitstellungsanlage verloren geht (umso geringer, je höher der Wirkungsgrad der Heizanlage). Energieumwandlungsverluste: Jede Energieumwandlung ist von Energieverlusten begleitet. In jedem Teil der Prozesskette Wärmeerzeugung Õ Wärmetransport Õ Wärmeabgabe fließt Wärme nicht nur in Richtung der erwünschten Nutz-Anwendung, sondern geht zum Teil verloren. Beim Kessel sind es vor allem die Abgasverluste (Wärmeinhalt der über den Fang nach außen abgeführten Abgase; je niedriger die Abgastemperatur und je kleiner der Luftüberschuss bei der Verbrennung, desto geringer sind die Verluste) und zu einem geringen Anteil Verluste von der Kesseloberfläche zum Heizraum. Diese werden oft als "Strahlungsverluste" bezeichnet, obwohl der größere Anteil dieser Verluste auf die Wärmeabgabe durch Konvektion (Kessel-oberfläche Õ Raumluft) und nur ein kleiner Anteil auf Strahlung zurückzuführen ist (je niedriger die Abgastemperatur und je kleiner der Luftüberschuss bei der Verbrennung, desto geringer sind diese Verluste). Während des Brennerstillstandes kommt es zusätzlich zu inneren Auskühlverlusten, da der Kaminzug eine ständige Frischluftansaugung durch den Kessel bewirkt. Beim Anfahren des Brenners bedingt die Luftvorspülung ebenfalls höherer Verluste. Bei der Wärmeverteilung und ebenso bei der Wärmeabgabe kann Wärme verloren gehen, d.h. nicht zur Raumheizung beitragen. Maßgeblich für diese Art von Verlusten sind vor allem bessere oder schlechtere Wärmedämmungen von (Wasser)Rohren oder (Luft)Kanälen, die Anordnung derselben im Gebäude sowie die Art und Anbringung der verwendeten Heiz-flächen (Wärmestau in Heizkörpermischern, der zu erhöhten Transmissionsverlusten führt; Verluste nach "unten" bei Fußbodenheizungen etc.). Europäisches Thermie-Programm: Die Europäische Kommission förderte die Anwendung von innovativen Technologien zur Sonnenenergienutzung und Energieeinsparung im Rahmen eines speziellen Programms "Thermie". Förderungen werden nach wie vor vergeben, allerdings werden die Programme von Zeit zu Zeit neu strukturiert. Aktuelle Informationen sind unter www.cordis.lu zu finden. Fossile Energieträger und erneuerbare Energieträger: Unter erneuerbaren Energieträgern versteht man Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie und Biomasse. Biomasse (z.B: Holz) wird zwar im Zuge der Nutzung verbraucht, wächst aber innerhalb von ein bis zwei Generationen wieder nach. Im Gegensatz dazu werden fossile Energieträger wie z.B. Erdöl zu den nicht erneuerbaren Energieträgern gerechnet. Die Ausgangbasis für Erdöl ist zwar auch Biomasse, der Entstehungszeitraum erstreckt sich aber über Jahrmillionen. Erneuerbare Energieträger sind CO2-neutral und tragen nicht zum Treibhauseffekt bei. Die Nutzung nicht erneuerbarer Energieträger wirkt sich durch die CO2-Emission negativ auf das weltweite Klima aus. Generalsanierung bedeutet, ein Gebäude umfassend zu sanieren. Die Maßnahmen sind nicht näher definiert, meist wird jedoch die Heizung und die Fassade, in vielen Fällen auch das Dach saniert. Umfassende Sanierungen bieten sich für ökologische Maßnahmen an. Denn für die Energieeinsparung und Einsparung von Kohlendioxid reicht es nicht, die Fassade, die Kellerdecke und die oberste Geschossdecke zu dämmen. Ein besser gedämmtes Gebäude braucht weniger Heizleistung, d.h. der Heizkessel kann kleiner dimensioniert werden, was die Energieversorgung effizienter macht und weiter zur Energieeinsparung beiträgt. Eine Änderung des Energieträgers, z.B. von Erdöl auf Gas oder - noch besser - auf Hackschnitzel oder Holzpellets vermindert zusätzlich die CO2-Emissionen. In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, Wasser in den Warmwasserboiler einzuspeisen, das mittels Sonnenkollektoren am Dach erwärmt wird. Damit wird die CO2-Bilanz der Sanierung noch besser. Die Voraussetzungen dafür sind gut, wenn Dach und Heizsystem ohnehin erneuert werden sollen. HTS-Niveau: Informationen zum Ausbildungssystem in den Niederlanden siehe "Endbericht Quintec" Kohlendioxid (CO2): Das ungiftige Gas ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre und entsteht bei allen Verbrennungsvorgängen und als Stoffwechselprodukt von Menschen, Tieren und Pflanzen. Durch die pflanzliche Photosynthese wird Kohlendioxid mit Wasser zur organische Verbindungen und Sauerstoff umgewandelt. Durch Industrie, Hausbrand und Straßenverkehr hat sich der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre drastisch erhöht, wodurch es zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre kommt (Treibhauseffekt). Individuell anwendbare technische Maßnahmen zur Emissionsbeschränkung wie beispielsweise Filter oder Katalysator gibt es für Kohlendioxid nicht. Die einzig wirksame Reduzierung der CO2 -Emissionen ist die Verringerung des - fossilen - Energieverbrauch. MTS-Ausbildung: Informationen zum Ausbildungssystem in den Niederlanden siehe "Endbericht Quintec" Nachhaltige Entwicklung (SustainableDevelopment): Der Begriff der nachhaltigen Entwicklung (englisch: sustainable development) steht für eine Wirtschaftsweise, die nicht streng am Wachstumsstreben festhält, sondern ökologisch und sozial verträgliche Strukturen aufbaut und somit langfristig erfolgreich bestehen kann. Im Brundtlandreport findet sich folgende Definition für nachhaltige Entwicklung: "Sustainable Development is a development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs." Nutzenergie: Nutzenergie ist jene Energie, welche die gewünschte Energiedienstleistung bereitstellt, also beispielsweise Raumwärme. Die Dienstleistung Raumwärme kann durch verschiedene Energieträger (Endenergie) bereitgestellt werden. Für die Raumwärmebereitstellung entspricht die Nutzenergie dem Heizwärmebedarf (jene Energiemenge, die zur Erwärmung des Gebäudes erforderlich ist). Ökobilanz: In einer Ökobilanz werden Umweltauswirkungen von Produkten, Prozessen, Dienstleistungen etc. über den gesamten Lebensweg, das heißt von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung, oder anders ausgedrückt von der Wiege bis zur Bahre erfasst und bewertet. Durch eine umfassende Betrachtung, die nicht nur Teilaspekte erfasst, soll verhindert werden, dass es zu Verlagerungen von Umweltproblemen von einem Umweltmedium in ein anderes (z.B. von Luft zu Boden) oder beispielsweise von der Produktion zur Entsorgung kommt. Ökologische Bewertung: Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen werden in Bezug auf ihre Wirkungen auf Umweltmedien (Wasser, Luft, Boden), Mensch, Fauna und Flora untersucht und anschließend mit Hilfe von Umweltindikatoren bewertet. Zum Beispiel werden beim Erstellen von Ökobilanzen ökologische Bewertungen vorgenommen. Ökopotentiale: Maßzahlen, die zur Quantifizierung der Umwelteinwirkungen dienen. In einer Sachbilanz sind alle Input- und Outputposten aufgelistet. Jeder einzelne Sachbilanzposten kann mit verschiedenen Umweltproblemen in einem Wirkverhältnis stehen. (z.B.: Schwefeldioxidemissionen mit dem Umweltproblem "Saurer Regen").Die Maßzahl soll die Bedeutung dieses Wirkverhältnisses ausdrücken. Da Ökopotentiale meist nur ein Umweltproblem betrachten (z.B.: "GWP, Global Warming Potential" für den wahrscheinlichen Einfluss einer atmosphärischen Emission auf den Treibhauseffekt, "ODP, Ozone Depletion Potential" als Mass für die stratosphärische Ozonzerstörung) müssen verschiedene Ökopotentiale zur Abschätzung der Gesamtwirkung herangezogen werden. Polystyrenplatten: Polystyrolplatten. Mittels Treibmitteln werden aus Polystyrol wärmeisolierende Platten hergestellt. Wichtig ist, welche Treibmittel verwendet werden: ist es ein Stoff, der hunderte bis tausendemal mehr treibhausgaswirksamer ist als CO2, dann wird der treibhausgasreduzierende Effekt der Wärmeisoloierung entsprechend vermindert. Ein weiterer Schlüsselfaktor ist die Art und Weise, wie die Platten an der Wand befestigt werden: werden sie aufgeklebt, entsteht ein Materialverbund, der nicht mehr trennbar ist. Es wird Sondermüll geschaffen, der in Zukunft teuer entsorgt werden muss. Polystyrol wird auf der Basis von Erdöl hergestellt. Damit müssen dem Dämmstoff anteilig auch jene Umweltbelastungen angerechnet werden, die bei der Erdölförderung und -verarbeitung anfallen (Bodenverseuchung durch Leckagen von Pipelines, Einkommenseinbußen einheimischer Völker infolge von verseuchten Flüssen, Gesundheitsschäden durch Abfackeln, ...). PUR (Polyurethan): Polyurethan wird aus Diisocyanat und Polyolen hergestellt. Während der langen Prozesskette kommt eine Vielzahl giftiger Stoffe zum Einsatz. Zwei davon - Phosgen und Methylisocyanat - erlangten beim Chemieunglück im indischen Bhopal - 3.000 Tote und über 200.000 Verletzte - tragische Berühmtheit. Einen anderen für die PUR-Produktion verwendeten Stoff, das in Weichschäumen enthaltene sogenannte TDI, zählt die amerikanische Umweltbehörde zu den 403 giftigsten Chemikalien überhaupt. Er gehört zur Gruppe der giftigen Isocyanate, die auf die Lunge wirken und zu den stärksten allergieauslösenden Substanzen gehören, die der Mensch produziert. Ebenso problematisch ist die Entsorgung: Auf der Deponie können freigesetzte Zusatzstoffe das Grundwasser belasten, in der Müllverbrennungsanlage entstehen giftige Gase. Polyurethan wird als Dämmstoff eingesetzt und weist die besten Isolierwerte aller Materialien auf, außerdem für Kleber, Lacke und Synthesefasern. PVC (Polyvinylchlorid): Der Massenkunststoff PVC ist einer der problematischen Werkstoffe. Aufgrund seiner vielseitigen Einsetzbarkeit, der sehr guten Verarbeitbarkeit und der billigen Herstellung ist er heute allgegenwärtig. Dem steht die sehr umweltbelastende Herstellung - Chlorchemie und zahlreiche giftige Vor- und Nebenprodukte (Vinylchlorid ist hepatotoxisch, mutagen und karzinogen), die umwelt- und gesundheitsgefährdende Freisetzung von Zusatzstoffen und Zersetzungsprodukten und die schwierige Entsorgung auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen (Freisetzung von Salzsäure-Dämpfen bei Verbrennung) gegenüber. Für viele PVC-Anwendungen gibt es mittlerweile Ersatzstoffe, die aber meist noch teurer sind. Transparente Wärmedämmung (Solarelemente) funktioniert wie eine traditionelle Wärmedämmung, die Energieverluste durch die Wand von innen nach außen vermindert. Zusätzlich leiten die Solarelemente Sonnenstrahlung von außen nach innen durch die Wand in den Raum. Das verbessert die Energiebilanz des Gebäudes. Umweltverträgliche Farbsysteme sind solche, bei denen als Lösungsmittel Wasser zur Anwendung kommt anstelle von flüchtigen Kohlenwasserstoffen (organische Lösungsmittel auf Erdölbasis). Die Verminderung der organischen Lösungsmittel verbessert nicht nur Umweltbilanz, sondern entlastet auch die Arbeiter bei der Verarbeitung. Umweltverträgliche Farbsysteme sind weiters solche, die auf pflanzlicher Basis hergestellt werden. Diese Systeme enthalten aber organische Lösungsmittel; sie sind zwar auf pflanzlicher Basis produziert und aus diesem Grund umweltfreundlich, hinsichtlich Gesundheitsschutz müssen aber ebenso Vorkehrungen getroffen werden wie bei der Verarbeitung herkömmlicher lösungsmittelhaltiger Systeme. |
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