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Spezielle Qualifikationen im Sanierungsbereich
Die länderspezifischen Analysen kommen zu dem gemeinsamen Ergebnis, dass eine Ausbildung zum Sanierungsexperten derzeit nicht existiert. In Ländern wie beispielsweise Norwegen und Niederlande sind sanierungsrelevante Aspekte im Lehrplan enthalten, und in anderen Ländern wie beispielsweise Finnland gibt es Weiterbildungen im Bereich Sanierung. In Österreich hat diese Weiterbildung lediglich Pilotcharakter, sie wird derzeit nur in einem Bundesland (Wien) angeboten und richtet sich an arbeitslose Bauarbeiter. Weiterbildungsangebote für spezielle Themenstellungen sind vorhanden, wie beispielsweise für die Restaurierung von Mauerwerken aus dem vorigen Jahrhundert.
Es herrscht weitgehende Einigkeit darüber, dass die "Sanierung" nicht Gegenstand eines Lehrberufes sein kann. Die Anforderungen sind zu komplex, unterscheiden sich in manchen Fällen von Bauperiode zu Bauperiode und bauen zudem weitgehend auf einem schon bestehenden Handwerk auf. Als Beispiel wird der Betonsanierer angeführt.
Zielrichtung sollte es daher sein, die Ausbildung der schon bestehenden Berufe um spezielles Wissen im Bereich der Sanierung zu ergänzen, wobei hier übereinstimmend ein Defizit gesehen wird: In der Althaussanierung sind zusätzliche Kenntnisse erforderlich, die sich auf die Tatsache beziehen, dass es sich bei dem Gegenstand der Tätigkeit um ein bestehendes, komplexes Objekt handelt. Die Eigenheiten dieses Objekts müssen erfasst werden, um mit neuen Technologien und Materialien das Optimum aus der bestehenden Substanz herausholen zu können.
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